Längere Bindungsfrist für sozialen Wohnraum!

Wohnen in Konstanz ist sehr teuer. Viele Menschen müssen einen großen Teil ihres Einkommens für die Miete aufwenden. Nicht selten sind es 50 Prozent, manchmal sogar mehr. Zuletzt kletterten die Preise pro Quadratmeter zum Teil auf 20 Euro pro Quadratmeter.

Vor diesem Hintergrund kann es nicht sein, das neue Sozialwohnungen viel zu schnell aus der Bindungsfrist fallen. Wir haben daher erfolgreich beantragt, dass die Bindungsfrist für sozialen Wohnungsbau bei Neubauten auf mindestens 30 Jahre verlängert wird. Gerade jetzt, wo die Stadt im Hafner große neue Wohngebiete plant, braucht es klare Leitplanken für eine soziale, bezahlbare Stadt.

Das allein ist natürlich nur ein Teil der Lösung. Die städtische Wobak baut trotz schwieriger Rahmenbedingungen nach wie vor Wohnungen und auch das Handlungsprogramm Wohnen der Stadt, 2014 beschlossen, will darauf Antworten finden. Die Stadt hat darin für den Neubau eine sogenannte Segmentverteilung festgelegt. Bislang mussten für einkommensschwache Haushalte nur ein Drittel der Neubauwohnungen hergestellt werden. Das empirica Institut, das im Auftrag der Stadt den Bedarf an Wohnungen für Konstanz ermittelt, hat jetzt einen neue Aufteilung vorgeschlagen. Da sich nur noch einkommensstarke Haushalte die Mieten hier noch wirklich leisten können, soll die Stadt zukünftig 50% des Neubaus so steuern, dass Wohnraum geschaffen wird für Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen. Diesen Schritt begrüßen wir sehr, insbesondere für Azubis, Studierende, aber eben auch für die Beschäftigten in den Konstanzer Betrieben.

Leider ist Konstanz seit Kurzem aus der Mietpreisbremse des Landes rausgefallen. Eine total unverständliche Entscheidung unserer CDU-Bauminsterin – wir fordern jetzt, dass eine neue Landesregierung diese Fehlentscheidung korrigiert!

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